Reichlich Wissen über heimische Kräuter erlangt

25.07.2015

Der Obst- und Gartenbauverein hatte zur zweiten Kräuterwanderung mit Kräuterpädagogen Willi Harreiter eingeladen.

Trotz des unbeständigen Wetters konnte die Vorsitzende Claudia Hufnagel neugierige Kräuterliebhaber im Schlossgarten zu Malgersdorf begrüßen. Der Kräuterpädagoge Willi Harreiter war bereits zum dritten Mal der Einladung der Vorsitzenden gefolgt. So nahm er die Teilnehmer mit auf eine Reise mit allen Sinnen. So galt  es den Giersch, die Nelkenwurz, den Rotklee, das Mädesüß, Gundermann und die Knoblauchsrauke zu erkennen, zu erfühlen, zu riechen und zu schmecken. Weiterhin hatte der Garten Johanniskraut, Wiesenpippau, Wiesenknöterich, das Scharbockskraut, Malven und vieles Mehr zu bieten. Interessante Geschichten rund um die Verwendung und Besonderheiten dieser Pflanzen fesselten die Zuhörer. Bei der weiteren Wanderung  fand man die Wiesenglockenblume und das Hirtentäschel die ihre Namen nach dem Aussehen bekommen haben. Das echte Labkraut, so erfuhr man  ist für den typischen Heugeruch verantwortlich. Wer mit Warzen Probleme hat, sollte den gelben Saft des  Schöllkrauts einmal ausprobieren. Der Wiesenkümmel und die Lichtnelke wurden bestimmt schon oft beim Spaziergang entdeckt und können jetzt zugeordnet werden.

Bei der anschließenden Verkostung konnten die Teilnehmer eine kleine Auswahl an Verwendungsmöglichkeiten für die (Un-) Kräuter des heimischen Gartens kennenlernen.
So wurde ein Zupfbrot mit Kräutern angeboten, ebenso gefüllte Kräuterpfannkuchen. Die Kräuterbutterkugel verziert mit Blüten von Schnittlauch, Klee und Rose war ein Augen- sowie ein Gaumenschmauss. Das präsentierte Bärlauchpesto schmeckt wunderbar zu Nudeln. Einfach herzustellen sind verschiedene Aufstriche mit der Grundlage von Frischkäse, Sauerrahm, Fetakäse oder Quark und der Zugabe von Knoblauch und verschiedensten Kräutern. Die Wiesenlimonade angesetzt in Apfelsaft mit den Kräutern Gundermann, Giersch, Pfefferminze und Waldmeister war ein willkommener Durstlöscher.

So konnte der Kräuterpädagoge Harreiter an diesem Nachmittag einiges von seinem Wissen weitergeben, damit die Naturliebhaber die heimische Pflanzenwelt besser kennenlernen. Denn wer die Bedeutung der einzelnen Kräuter weiß, schätzt und schützt sie auch.

 

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