Gärten für Kinder

25.10.2013

Die vierte Herbstversammlung des Obst- und Gartenbauvereins fand im Gasthaus Büchner Heilmfurt statt und hatte das Thema Gärten für Kinder.

Die Referentin Rosemarie Haderer stellte anfangs dar, dass Kinder heute ihre Freizeit oft drinnen sitzend verbringen. Der häusliche Garten bietet hier eine ideale Möglichkeit, dass die Kleinen in einem geschützten Raum draußen sein können.

Natürlich gibt es bei der Anlage eines kindgerechten Garten Wichtiges zu beachten. Ebenso wollen die Erwachsenen bei der Planung ihre Bedürfnisse erfüllt wissen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten die Kinder und auch Eltern zufrieden stellen können. Eine Möglichkeit ist, im Garten einen Kinderbereich anzulegen. Dieser kann dann durch eine kleine Anpflanzung, die den Kindern ebenfalls als Erlebniswelt zur Verfügung steht, vom Erwachsenenbereich abgetrennt werden. So kann abends das Spielmaterial dort liegen bleiben, wo die Kinder es am nächsten Tag wieder benötigen.

Ein Sandkasten und eine Schaukel gehören zu den wichtigsten Spielgeräten für Kinder. Hier können die Erwachsenen auch eigene Kreationen erschaffen, an deren Herstellung idealer Weise auch der Nachwuchs schon mithelfen kann. Als Beispiel wurde hier das Spielhaus genannt, das in manchen Gärten auch als Baumhaus verwirklicht werden kann. Ältere Kinder können sich  bei der Gestaltung hier ideal einbringen. Die Erwachsenen brauchen dann nur den Bau beaufsichtigen und bei Fragen zur Verfügung stehen. Die kleinen Handwerker lieben dieses Selbstverwirklichen und sind so wahrscheinlich täglich beschäftigt ihre Behausung zu gestalten und zu renovieren.

Unumstritten ist die Faszination des Wassers. In Bezug auf Sicherheit, gibt es natürlich hier Einschränkungen. Ein Quellstein oder ein Bachlauf der den Kindern zugänglich ist, bietet eine gute Möglichkeit Spaß am Nass zu erleben. Glücklich ist der Nachwuchs auch, wenn im Sandkasten oder in einer Ecke mit Gartenerde gematscht werden darf.

Das Gärtnern mit Kindern sollte den Erziehungsberechtigten ebenso wichtig sein. Hier genügt schon ein kleiner Bereich im Garten oder ein Pflanzgefäß um etwa Bohnen, Radieschen oder Erdbeeren zu pflanzen.

Bei der kindgerechten Gartenanlage sollte auch das Naschen nicht zu kurz kommen. Die kleinen Monatserdbeeren, Himbeeren oder Kirschtomaten sind für die kleinen Leckermäuler geeignet.

Der Garten bietet für Kinder auch die Möglichkeit der Naturbeobachtung. So können sie Bienen und Schmetterlinge erleben. Auch Würmer und Schnecken haben für Kinder ihren Reiz. Da kann schon mal eine Frage nach dem Namen oder der Verhaltensweise eines Tieres auftauchen, die die Erwachsenen nicht beantworten können. Gemeinsam kann man in einem Buch nachschlagen oder auch das Internet nutzen und so das Interesse an der Natur zu stillen.

Der Vortrag weckte bei den Zuhörern so manche Kindheitserinnerung.

Den heutigen Kindern kann man nur wünschen, dass sie viele Naturerlebnisse im heimischen Garten und auch außerhalb erfahren können. Mit diesem Grundstock  können sie dann in späteren Jahren ihre Begeisterung an der Natur wieder weitergeben.

 

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